Tonbandgerät (Eigenbau)

Tonbandgerät (Eigenbau)
 

Das Tonbandgerät gehörte seit den 1950er Jahren zu den Sehnsuchtsobjekten vieler Musikliebhaber, Amateur-Hörspielgestaltern, Musikern und Bastlern.

Ein solches Gerät war für den Otto Normalverbraucher aber praktisch unerschwinglich, weil es sehr teuer und nur in wenigen Exemplaren verfügbar war.

Aber wie Heinrich Seidel es bereits im 19. Jahrhundert formulierte: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwer!“. So empfanden es auch die ambitionierten Bastler, die zumindest über Geräte und Maschinen verfügten, sich ein solches Gerät selbst zu bauen.

Unser Gerät beeindruckt zunächst einmal durch sein hohes Gewicht von etwa 35-40 Kilogramm. Das liegt auch daran, dass für den Antrieb ein professioneller Plattenspielermotor samt Plattenteller verwendet wurde. Vom Plattenteller sind die Stroboskopmarkierungen gut erkennbar. Der Motor ist ein Synchronmotor, der von Hand „angeworfen“ werden muss. Diese Motoren laufen nicht von allein an, wie wir es von anderen Motoren kennen. Weil das Verhältnis der Plattenspielerdrehzahlen ein anderes ist als das der Tonbandgeschwindigkeiten, haben wir als Standardgeschwindigkeit 38cm/sec und als reduzierte Geschwindigkeit 16cm/sec. Normal wären es 38cm/sec und 19 cm/sec. Deshalb können hiermit aufgenommene Bänder auch nur auf diesem Gerät wiedergegeben werden.

Wir konnten das Gerät wieder in Betrieb nehmen. Allerdings sind die Bänder, die wir mit dem Gerät zusammen erworben haben, äußerst empfindlich und erst zu einem kleinen Teil ausgewertet. Hier folgt eine Kostprobe vom Jahreswechsel 1954/1955. Der Bundespräsident Heuss hat das Wort.

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